Medien feiern Deutschlands Bronze-Coup: „Eine Mannschaft, die die Schachwelt beeindruckte“
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Der Tenor war bemerkenswert einhellig: Deutschland gehört wieder zur Weltspitze des Mannschaftsschachs. Die Bronze-Medaille wurde nicht als Zufallserfolg bewertet, sondern als Ergebnis einer starken Generation deutscher Großmeister, kluger Vorbereitung und hervorragenden Teamgeists. Mit Blick auf die nächste Olympiade 2028 gilt die deutsche Auswahl international als eine Mannschaft mit weiterem Medaillenpotenzial.
Gold für Frederik Svane! Deutschlands Brett-3-Star glänzt in Samarkand
Der deutsche Großmeister Frederik Svane hat bei der 46. Schacholympiade 2026 in Samarkand die Goldmedaille für die beste Einzelleistung am 3. Brett gewonnen. Gemeinsam mit der Bronzemedaille der deutschen Mannschaft krönt er damit ein herausragendes Turnier.
Medienrundschau: Deutschlands Bronze-Coup begeistert die Schachwelt
Die deutsche Männer-Nationalmannschaft hat in Samarkand Schachgeschichte geschrieben. Mit dem 2,5:1,5-Erfolg gegen die Niederlande sicherte sich das Team um Vincent Keymer die Bronzemedaille bei der 46. Schacholympiade – die erste deutsche Olympiamedaille seit 26 Jahren. Entsprechend groß ist die Resonanz in den deutschen und internationalen Medien.
Deutschlandfunk: „Historisches Bronze“
Der Deutschlandfunk spricht von einem historischen Erfolg und erinnert daran, dass Deutschland zuletzt bei der Olympiade 2000 in Istanbul auf dem Podium stand. Besonders hervorgehoben wird der entscheidende Sieg von Matthias Blübaum, der gegen Jorden van Foreest den einzigen Gewinn des Finalkampfes erzielte und damit Bronze perfekt machte.
Blübaum wird mit den Worten zitiert:
„Wir haben schon seit einigen Jahren eine starke Mannschaft. Es war an der Zeit, dass es eine starke Olympiade gibt.“
Deutscher Schachbund: Stolz auf eine außergewöhnliche Mannschaft
Der Deutsche Schachbund würdigt vor allem den Teamgeist. Bundestrainer Jan Gustafsson hebt hervor, dass jeder Spieler seinen Anteil an der Medaille hatte. Deutschland gewann neun der elf Mannschaftskämpfe und gehörte während nahezu des gesamten Turniers zur Spitzengruppe.
Besonderes Lob erhalten:
Vincent Keymer als zuverlässiges Spitzenbrett
Matthias Blübaum als Matchwinner im Finale
Frederik Svane, der das gesamte Turnier ungeschlagen blieb
Rasmus Svane, der mehrfach wichtige Siegpunkte beisteuerte
BILD: „Die deutsche Schach-Sensation“
Die BILD-Zeitung wählt große Worte und spricht von einer Schach-Sensation. Im Mittelpunkt steht erneut Matthias Blübaum, dessen Sieg als der Moment beschrieben wird, in dem Deutschland nach 26 Jahren wieder Edelmetall gewann. Gleichzeitig erinnert das Blatt an die seltenen deutschen Olympiamedaillen: Gold 1939, Silber 2000 und nun Bronze 2026.
Sport1 und dpa: Überraschung mit Ansage
Sport1 und die dpa sehen den Erfolg als verdiente Überraschung. Deutschland sei zwar nicht als Topfavorit gestartet, habe jedoch mit konstant starken Leistungen selbst Spitzenteams wie Usbekistan und Frankreich bezwungen und sich damit den Platz auf dem Podest verdient.
Internationale Anerkennung
Auch internationale Schachmedien würdigen Deutschlands Leistung. Der Blitz-Report von Perlen vom Bodensee entstand unmittelbar nach dem Finale und bezeichnet Bronze als den größten deutschen Mannschaftserfolg seit einer Generation. Besonders gelobt wird die Ruhe, mit der Deutschland den entscheidenden Mannschaftskampf gegen die Niederlande zu Ende spielte.
Der Weg zur Medaille
Die Schlussphase der Olympiade war nichts für schwache Nerven:
Runde
Gegner
Ergebnis
8
Usbekistan
2½ : 1½
9
Indien
1½ : 2½
10
Frankreich
3 : 1
11
Niederlande
2½ : 1½
Gerade die Siege gegen Gastgeber Usbekistan und Frankreich legten den Grundstein für den Medaillengewinn, ehe gegen die Niederlande der letzte Schritt gelang.
Stimmen zum Erfolg
„Ich bin auf alle stolz.“ – Bundestrainer Jan Gustafsson
SPORT1
„Wenn ich verliere, wäre alles vorbei gewesen.“ – Frederik Svane über die Spannung der Schlussrunde
tz.de
„Es war an der Zeit für eine starke Olympiade.“ – Matthias Blübaum
Deutschlandfunk
Fazit
Die Medien sind sich ungewöhnlich einig: Deutschlands Bronze in Samarkand ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer außergewöhnlich geschlossenen Mannschaftsleistung. Mit Vincent Keymer als Weltklassespieler, den konstant starken Svane-Brüdern, Matthias Blübaum als Matchwinner und Jan Gustafsson als besonnenem Bundestrainer hat sich Deutschland eindrucksvoll in der Weltspitze des Mannschaftsschachs zurückgemeldet. Nach 26 Jahren ist die deutsche Nationalmannschaft wieder Olympiamedaillengewinner – und die Vorfreude auf Abu Dhabi 2028 hat bereits begonnen.