Bindlacher Schachspieler bezwingen Bamberg und Windischeschenbach – Platz zwei nach zwei Spieltagen
Der TSV Bindlach Aktionär ist hervorragend in die neue Saison der Landesliga Nord gestartet. Nach dem knappen Auswärtssieg beim SC Bamberg zum Auftakt legte die erste Mannschaft am zweiten Spieltag mit einem 5:3-Heimerfolg gegen den SC Windischeschenbach nach. Mit vier Mannschaftspunkten aus den ersten beiden Begegnungen belegt Bindlach aktuell den zweiten Tabellenplatz.
Auftaktsieg in Bamberg
Zum Saisonstart am 11. Oktober wartete mit dem SC Bamberg gleich eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Bindlacher setzten sich auswärts mit 4½:3½ durch und sicherten sich damit die ersten beiden Mannschaftspunkte.
Besonders stark präsentierte sich Tobias Kolb am Spitzenbrett, der gegen den Internationalen Meister Jan Suran gewann. Auch Yaroslav Demchenko punktete gegen Christoph Sesselmanns Bindlacher Mannschaftskollegen aus der gegnerischen Sicht nicht: Der Bindlacher Sesselmann gewann seine Partie gegen den FIDE-Meister Demchenko. Einen weiteren vollen Punkt steuerte David Wendel bei. Pawel Kowalczyk, Daniel Rich und Jürgen Delitzsch remisierten ihre Partien.
Der knappe Erfolg war ein gelungener Auftakt und eine gute Grundlage für die folgenden Aufgaben.
5:3 gegen Windischeschenbach
Am 25. Oktober empfing Bindlach den Aufsteiger SC Windischeschenbach. Nach dem erfolgreichen Saisonstart sollte vor heimischem Publikum der nächste Sieg folgen – und dieses Vorhaben gelang.
Pawel Kowalczyk brachte Bindlach mit einem Sieg im Endspiel auf Kurs. Eine früh gewonnene Mehrqualität gab letztlich den Ausschlag. Lukas Zrust musste sich dagegen geschlagen geben, nachdem der gegnerische Freibauer auf der siebten Reihe nicht mehr aufzuhalten war.
Für einen weiteren vollen Punkt sorgte Jaroslav Ugrenovich, der sich aus einer schwierigen Stellung befreite, Material gewann und anschließend einen erfolgreichen Mattangriff startete. Christoph Sesselmann sicherte in einer komplizierten Zeitnotphase ein Remis durch Dauerschach.
Tomas Lorenc nutzte eine taktische Möglichkeit im Mittelspiel, gewann einen Bauern und baute seinen Vorteil im Endspiel entscheidend aus. Weniger glücklich verlief der Mannschaftskampf für Jürgen Delitzsch, der sein Damenendspiel trotz langen Widerstands verlor.
Daniel Rich brachte Bindlach mit seinem Sieg wieder auf Kurs. Seine beiden verbundenen Freibauern zwangen den Gegner in eine passive Verteidigung, die Rich konsequent ausnutzte. Den Schlusspunkt setzte Gerald Löw: Obwohl er zuvor Material verloren hatte und mit zwei Minusbauern kämpfte, fand er in letzter Sekunde einen Weg ins Dauerschach.
Damit stand der verdiente 5:3-Erfolg fest.
Bindlach bleibt oben dran
Mit zwei Siegen aus zwei Begegnungen und insgesamt 9½ Brettpunkten hat sich der TSV Bindlach Aktionär eine hervorragende Ausgangsposition erarbeitet. Nur der SC Bad Königshofen weist nach den ersten beiden Spieltagen ebenfalls vier Mannschaftspunkte auf und liegt aufgrund der besseren Brettpunktbilanz vor Bindlach.
Die nächste Herausforderung wartet am 15. November 2026 mit dem Auswärtsspiel beim Oberligaabsteiger SC Schwarz-Weiß Nürnberg. Dort wollen die Bindlacher ihre erfolgreiche Serie fortsetzen und sich weiter in der Spitzengruppe der Landesliga Nord behaupten.
Quelle: Ligamanager des Bayerischen Schachbundes und Vereinsbericht des TSV Bindlach Aktionär.
