SGM 2026/27: Die Schweizer 1. Bundesliga startet – Réti Zürich greift nach dem Titel

Mit der Schweizerischen Gruppenmeisterschaft (SGM) beginnt am 14. November 2026 die neue Saison der 1. Bundesliga. Acht der stärksten Schweizer Mannschaften kämpfen in sieben Runden um den prestigeträchtigen Meistertitel. Titelverteidiger ist Payerne, während Echallens als Aufsteiger erstmals in der höchsten Spielklasse antritt.

Réti Zürich im Fokus

Der traditionsreiche Zürcher Spitzenklub zählt erneut zu den Anwärtern auf die Medaillen. Besonders spannend wird bereits die Auftaktrunde gegen Nyon, ehe es in Runde zwei zum Zürcher Derby gegen Winterthur kommt. Ein weiteres Saisonhighlight verspricht das Heimspiel gegen Titelverteidiger Payerne im Februar 2027 zu werden.

Wer sind die Favoriten?

Nach einer überzeugenden Meisterschaft geht Payerne als Titelverteidiger ins Rennen. Doch die Liga wirkt ausgeglichener denn je: Kirchberg, Winterthur, Wollishofen und Réti Zürich verfügen über Kader, die jederzeit um den Titel mitspielen können. Aufsteiger Echallens möchte sich dagegen zunächst in der Elite etablieren und könnte mit Heimstärke für Überraschungen sorgen.

Ausblick

Die SGM bleibt der bedeutendste Mannschaftswettbewerb des Schweizer Schachs. Internationale Großmeister, Schweizer Nationalspieler und zahlreiche junge Talente treffen Woche für Woche aufeinander. Für Schachfreunde verspricht die Saison 2026/27 erneut hochklassige Partien und einen spannenden Kampf um die Meisterschaft.

Steffans Schachseiten werden die 1. Bundesliga der SGM während der gesamten Saison mit Berichten, Ergebnissen und ausgewählten Partien begleiten.

Termine der SGM 2026/27 – 1. Bundesliga

Die Schweizerische Gruppenmeisterschaft wird über 7 Runden von November 2026 bis März 2027 ausgetragen.

RundeDatum
1. Runde14. November 2026
2. Runde21. November 2026
3. Runde12. Dezember 2026
4. Runde23. Januar 2027
5. Runde6. Februar 2027
6. Runde20. Februar 2027
7. Runde6. März 2027

Modus der SGM 2026/27 (1. Bundesliga)

Die 1. Bundesliga der Schweizerischen Gruppenmeisterschaft (SGM) wird als einfache Rundenturnier-Liga mit 8 Mannschaften gespielt. Jede Mannschaft trifft einmal auf jede andere und bestreitet somit 7 Wettkämpfe.

So funktioniert der Wettbewerb

  • 8 Mannschaften in der 1. Bundesliga
  • 7 Runden (jeder gegen jeden)
  • 8 Bretter pro Mannschaftskampf
  • Bedenkzeit: klassische Turnierpartien nach FIDE-Regeln
  • Für einen Mannschaftssieg gibt es 2 Mannschaftspunkte, für ein Unentschieden 1, für eine Niederlage 0

Wertung bei Punktgleichheit

Entscheidend sind in dieser Reihenfolge:

  1. Mannschaftspunkte
  2. Brettpunkte
  3. Direkter Vergleich
  4. Weitere Feinwertungen gemäß SGM-Reglement

Auf- und Abstieg

  • Der Erstplatzierte ist Schweizer SGM-Meister.
  • Die letzten beiden Mannschaften steigen in die 2. Bundesliga ab.
  • Aus der 2. Bundesliga rücken zwei Aufsteiger nach.

Für Steffans Schachseiten ist dieser Modus besonders attraktiv, da jede Runde Spitzenduelle bietet und es keine Rückspiele gibt – jeder Wettkampf kann entscheidend für Titel oder Klassenerhalt sein.


Rückschau SGM 2025/26: Payerne schreibt Schweizer Schachgeschichte

Die Saison 2025/26 der Schweizerischen Gruppenmeisterschaft (SGM) bot bis zur vorletzten Runde einen packenden Zweikampf zwischen Payerne und Kirchberg. Am Ende setzte sich Payerne durch und gewann erstmals in der 96-jährigen Geschichte der SGM den Meistertitel.

Abschlusstabelle der 1. Bundesliga

RangMannschaft
🥇 1Payerne
🥈 2SG Winterthur
🥉 3Kirchberg
4SV Wollishofen
5Nyon
6SG Riehen
7Réti Zürich
8Sprengschach Wil/SG

Winterthur sicherte sich mit einem beeindruckenden 7½:½-Kantersieg in der Schlussrunde noch den zweiten Platz, während Kirchberg nach einer überraschenden Niederlage gegen Réti Zürich auf Rang drei zurückfiel.

Die Entscheidung fiel in Runde 6

Nach fünf Runden lagen Payerne und Kirchberg punktgleich an der Tabellenspitze. Das direkte Duell entwickelte sich zum Schlüsselspiel der Saison: Payerne gewann knapp mit 4½:3½ und verschaffte sich damit den entscheidenden Vorsprung vor der Schlussrunde.

Réti Zürich mit starkem Saisonfinale

Für Réti Zürich verlief die Spielzeit wechselhaft. Vor der letzten Runde belegten die Zürcher Rang sieben, sorgten dann jedoch für eine der größten Überraschungen der Saison: Mit einem deutlichen 5½:2½-Erfolg gegen Titelanwärter Kirchberg verdarb Réti den Bernern die Meisterträume und beendete die Saison mit einem Ausrufezeichen.

Auf- und Abstieg

Während Payerne den historischen Meistertitel feierte, musste Sprengschach Wil/SG den Gang in die 2. Bundesliga antreten. Als Aufsteiger für die Saison 2026/27 qualifizierte sich Echallens, das erstmals in der Vereinsgeschichte in der höchsten SGM-Spielklasse vertreten sein wird.

Fazit

Die SGM 2025/26 wird als eine Saison in Erinnerung bleiben, in der ein neuer Name in das Goldene Buch des Schweizer Mannschaftsschachs eingetragen wurde. Payerne krönte eine überragende Spielzeit mit dem ersten Meistertitel, während Winterthur und Kirchberg das Podium komplettierten. Réti Zürich bewies besonders in der Schlussrunde seine Klasse und geht mit Rückenwind in die neue Saison 2026/27.