Bernd Hümmer nach schwerer Krankheit gestorben

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Viel zu früh nach schwerer Krankheit ist heute unser Freund und  langjähriger Spitzenspieler Bernd Hümmer kurz vor Vollendung seines 59. Lebensjahres gestorben. Bernd hat sich auch viele Jahre in der Vorstandsarbeit  beteiligt und viel für den Verein getan.

Wir werden ihn als Freund, sehr erfolgreichen Spieler, der immer für seinen Verein eingestanden ist und sich engagiert hat, als Ratgeber,  trockenen und treffenden Kommentator, Unterstützer und scharfsinnigen Analysten sehr vermissen. Wir trauern mit seiner Frau Esther und Sohn Jim.

Danke Bernd für alles, was Du uns gegeben hast!

Autor: Prof. Dr. Peter Krauseneck

Hier ein persönlicher Nachruf seines längsten Weggefährten aus unserem Verein:

So lange her …

Ein Herbstmorgen 1980. Wieder steht ein Höchstadter Mannschaftskampf an. Am Start sind vier erfahrene und solide Turnierkämpfer und wir die vier jungen Wilden: Bernd Hümmer unser Spitzenspieler, Volker Novak, Stephan Marx und Stefan Krug. Hoch hinauf geht es in den oberfränkischen Osten aber schon bei der Abfahrt geht es los: Analysen, Frotzeleien und die von Bernd umgedichteten Lieder über Schachspieler . Unseren Fahrer treiben wir damit in den Wahnsinn, aber Spaß haben wir. Dann an die Bretter: Bernd hat seinen geliebten Engländer, Volker seinen Königsinder, Stephan Caro-Kann im Rückwärtsgang und ich wie immer jede Menge Glück am Brett. Unser Spitzenbrett hat alles im Griff und bei Bernd reicht es an meinem Brett immer für einen Kommentar: Das wird schon gut gehen, ich kenne dich doch“Dusselkrug”. Soviel Zeit nimmt er sich immer für jeden seiner Schachfreunde. Und dann reicht es auch wirklich wieder für einen knappen Sieg und der Abend endet mit Analysen und jede Menge Spaß am und neben dem Brett. Von Stephan und Volker habe ich in den Jahren viel gelernt, aber am meisten durfte ich von Dir lieber Bernd lernen.

Nach unzähligen oberfränkischen und bayerischen Titeln hast du uns dann Richtung Grundig Nürnberg verlassen aber der Kontakt ist nie abgerissen. Und dann Bamberg, der Traditionsverein mit Herz. Endlich wieder zusammen in einer Mannschaft. Dabei war es uns egal, ob wir uns in der Bundesliga unserer Haut wehren mussten oder im Schachkreis geblitzt haben. Immer hatten wir Spaß und immer durfte ich von Dir lernen.

Das ist jetzt nicht mehr möglich. Kein Aljechino oder Engländer von Dir steht mehr auf unserem Brett. Während Corona war keine Zeit zum Abschiednehmen. Darum, lieber Bernd, darf ich jetzt sagen: Danke, dass Du mir Freund und Schachfreund gewesen bist, und wenn die Zeit so weit ist, dann warte ich auf dein c2-c4!

Stefan Krug

Quelle: Webseite SC Bamberg


Steffans Schachseiten kannte Bernd schon seit zig Jahren. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Hier eine kleine Bildergalerie in Erinnerung an Bernd und sein schachliches Wirken…

Auch habe ich 351 Partien von Bernd in diesen Link gepackt

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