Ex-Regionalligist gegen Regionalligist in spe

Der siebte Spieltag hat für gleich mehrere Mannschaften den bisherigen Saisonverlauf bestätigt. Nach dem wahlweisen Motto: Wenn’s (nicht) läuft, dann läuft’s (nicht). Ein Beleg dafür: der Wettkampf in Sonneberg.

Unser Spiel des Tages: Die Vorzeichen eines Duells SG Sonneberg – SK Kulmbach wären noch vor wenigen Jahren komplett anders gewesen. Diesmal aber begrüßte Mannschaftsführer Christopher Hartleb (Foto: Thomas Kunte) den Spitzenreiter der Bezirksoberliga und aktuell ersten Anwärter für den Aufstieg in die Regionalliga Nord-West. Die Südthüringer Gastgeber wiederum, die in der Vorsaison Regionalliga-Luft geschnuppert hatten, müssen jetzt erneut um den Klassenerhalt bangen. Zur Halbzeit stand es noch 2:2, allerdings hatten bereits da die Bierstädter die besseren Aussichten. Zwei Partien brachen denn auch zu Ungunsten von Sonneberg weg, und so war nur noch die Höhe des Kulmbacher Sieges fraglich. Die Gäste nahmen einen souveränen 5,5:2,5-Erfolg mit nach Hause und verteidigten damit die Tabellenführung. Der SK Kulmbach ist bislang ein Muster an Effektivität – nach Brettpunkten nur auf Platz zwei, aber dank wertvoller Siege auf Platz eins. Die SG Sonneberg muss hingegen mit Platz acht Vorlieb nehmen und steckt weiter tief im Abstiegsstrudel.

Das Oberhaus: Im Keller der Bezirksoberliga ist noch Licht für Bindlach 2. Nach vielen frustrierenden Ergebnissen gelang diesmal ein 6:2 gegen Seubelsdorf. Das neue Schlusslicht heißt Kirchenlaibach nach der Niederlage bei Bamberg 3. Die Domstädter wahrten damit ihre Chance auf den Aufstieg. Sie reihen sich auf Platz drei hinter Kulmbach und den erneut starken Oberkotzauern ein. Wohlgemerkt: Oberkotzau und Bamberg 3 sind Neulinge im Oberhaus. 

Der Osten: Der Spitzenreiter der Bezirksliga Ost strauchelte, aber er fiel nicht. Das Gastspiel von Hof 2 in Kirchenlamitz verlief hochspannend und ausgeglichen, am Ende nahmen die Saalestädter nur einen Zähler mit. Dank der überragenden Brettpunktbilanz bleiben sie vor der siegreichen Marktleuthener Reserve. Wer also dachte, nach dem 7,5:0,5 der Hofer in Marktleuthen seien schon alle Messen gelesen, sieht sich getäuscht. Um ganz sicher aufzusteigen, braucht Hof noch zwei Siege. Zünglein an der Waage ist dabei der ASV Rehau, der noch gegen beide Topteams ran muss. Der Abstiegskampf könnte zum Drama werden – vor allem, wenn man bedenkt, dass auch vier (statt regulär drei) Absteiger möglich sind. Sicher ist nur eines: Für Mehlmeisel/Tröstau ist der Klassenverbleib auch rein rechnerisch kein Thema mehr.

Der Westen: Michelau oder Nordhalben? Das ist die Meisterschaftsfrage in der Bezirksliga West. Die klaren Vorteile liegen bei der Mannschaft aus dem Landkreis Lichtenfels: ein Mannschaftspunkt und 6,5 Brettpunkte Vorsprung. Das „Rehau des Westens“ ist Concordia Strullendorf, die in Duellen gegen die beiden Führenden die Meisterschaft entscheiden kann. Gegen die Strullendorfer holte Tettau einen Punkt, der noch Gold wert sein könnte. Höchstadt 2 rutschte durch die zweite Niederlage in Folge weiter ab. Die West-Liga ist und bleibt eine Zwei-Klassen-Gesellschaft – mit vier Spitzenmannschaften und sechs Abstiegsaspiranten. Einer aus diesem Sextett, Hollfeld/Memmelsdorf 2, kann wohl schon für die A-Klasse Bamberg 2026/27 planen. 

Die Vorschau: Kulmbach kann am 22. März gegen Verfolger Bamberg 3 einen weiteren riesigen Schritt zum oberfränkischen Meistertitel machen. Oberkotzau tritt bei den immer gefährlichen Seubelsdorfern an. Zum Abstiegsduell erwartet Kirchenlaibach die Sonneberger. Im Osten gehen viele Augen nach Rehau zum Wettkampf gegen den Zweitplatzierten Marktleuthen 2. Und im Westen muss sich Nordhalben gegen Strullendorf behaupten, um noch ein wenig von der Meisterschaft träumen zu können. 

Textquelle: BVO-Webseite / Jan Fischer