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03.04.2018 - 18:40 von Klaus Steffan


Keymers Meisterstück


von IM STEFAN LÖFFLER, Wien

Am Ende liefen auf den neun Brettern auf der Bühne der Karlsruher Schwarzwaldhalle nur noch zwei Partien: Die von Magnus Carlsen und die von Vincent Keymer. Dass der Weltmeister gegen Matthias Blübaum nicht mehr über ein Remis hinauskommen würde, war offensichtlich. Währenddessen setzte der 13jährige Schüler aus Mainz gegen Richard Rapport, der mit 2715 Elo zur erweiterten Weltspitze zählt, einen Kraftzug nach dem anderen. Zwischen ihnen ging es um den Sieg im größten Open Europas. Als der Ungar sich seinem jungen Gegner geschlagen gab, brandete Beifall auf. Vincent Keymer hatte allen die Show gestohlen.

Dabei hätte es ihm, als er morgens aufstand, eigentlich schon gereicht, wenn er am letzten Tag in einer der verbleibenden beiden Partien ein Remis geholt hätte. Das hätte für seine erste Großmeisternorm genügt und einen Meilenstein in seiner jungen Karriere gesetzt. Stattdessen brachte der Tag zwei Siege gegen zwei starke Großmeister: Das bedeutet den unangefochtenen ersten Platz im Open (Endstand), 15 000 Euro Preisgeld und dass sein Name in den nächsten Stunden und Tagen durch viele Medien geht…

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