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Donnerstag, 20. Februar 2020
Perlen vom Bodensee » Warum Schach ein Gesicht braucht: ein deutscher Glanzsieg in Moskau und ein Ausflug ins Semi-Slawische
Perlen vom Bodensee

05.09.2018 - 12:33 von Conrad Schormann


Das Aeroflot-Open in Moskau lief nicht überragend für Neu-Nationalspieler Rasmus Svane, aber zumindest die russische Großmeisterin Natalia Pogonina hat er wunderbar vom Brett gefegt. Trotzdem steuerte ein paar Monate später Vincent Keymer gegen Svane das gleiche Abspiel an, das seinem Kontrahenten zuvor einen Glanzsieg beschert hatte. Was steckt dahinter?

Da jetzt mit Svane ein weiterer "Prinz" für Deutschland spielt, können wir uns außerdem ein paar Anmerkungen zum Thema "Spitzensport" nicht verkneifen. Schließlich ist bald Schacholympiade, und Deutschland wird mit den Medaillenrängen nichts zu tun haben.
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Archivfoto von Klaus Steffan - Deutsche Meisterschaften 2017 in Apolda


Quelle: Conrad Schormann - Perlen vom Bodensee
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Perlen vom Bodensee » Die Entscheidungspartie: Wie Keymer sich die zweite GM-Norm holte
Perlen vom Bodensee

28.07.2018 - 19:38 von Klaus Steffan


Zwei Runden vor Schluss hat sich Vincent Keymer beim Xtracon-Open im dänischen Helsingor seine zweite Großmeister-Norm gesichert. Eine braucht er noch (und einen Elo über 2.500), dann hat er den Titel. Und es bleiben ihm sogar noch vier Jahre Zeit, um der jüngste deutsche Großmeister jemals zu werden. Dimitrij Kollars war 17 Jahre und neun Monate, als er vor einem Jahr die dritte Norm unter Dach und Fach gebracht hatte.
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Perlen vom Bodensee » Ein 14-Jähriger im Wettstreit mit der Weltklasse – das gab es schonmal
Perlen vom Bodensee

24.07.2018 - 14:02 von Klaus Steffan


Schachfestival Biel, Juli 2005: Ein Spieler mit vergleichsweise bescheidenen 2.528 Elo hat im Feld der Ausnahmekönner eigentlich nichts verloren. Trotzdem beschließen die Organisatoren, dass der 14-jährige Magnus Carlsen mitspielen darf, das erste Top-Einladungsturnier für den Norweger überhaupt. Zwar wird der junge Großmeister am Ende Letzter (4 aus 10, 8 Remis, 2 Niederlagen) im Feld der Gelfands und Nakamuras, aber das war ja nur der Anfang einer großen Karriere. Zwei Jahre später gewinnt Carlsen Biel zum ersten Mal, und noch einmal sechs Jahre später ist er Weltmeister.
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Perlen vom Bodensee » Den Deutschland-Vierer durchs Turnier gezogen
Perlen vom Bodensee

20.07.2018 - 09:22 von Klaus Steffan


Weil Roven Vogel am ersten Brett für Deutschland alles abräumte, was sich ihm in den Weg stellte, spielte seine Mannschaft bis zur vorletzten Runde um die Goldmedaille mit. Ausgerechnet an seinem 18. Geburtstag im vorgezogenen Endspiel gegen Rumänien setzte es dann die erste Niederlage für ehemaligen U-16-Weltmeister.
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Perlen vom Bodensee » Vincent Keymer und das kleine Grünfeld-Einmaleins
Perlen vom Bodensee

20.07.2018 - 09:20 von Klaus Steffan


Das Flagschiff der deutschen Delegation bei der Jugend-Mannschafts-Europameisterschaft U 12 und U 18 geriet gleich zu Beginn in schwere See. Als nomineller Favorit war der Deutschland-Vierer um Roven Vogel und Vincent Keymer in der U-18-Konkurrenz ins Rennen gegangen. Aber nur weil in den ersten Runden Roven Vogel am Spitzenbrett seine schwächelnden Jungs durchs Turnier zog, kamen die Deutschen in die Nähe der Goldmedaille, sicherten sich sogar ein vorgezogenes Endspiel gegen Rumänien.
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Perlen vom Bodensee » Die Eröffnung: Wie beginnt man eigentlich eine Schachpartie?
Perlen vom Bodensee

13.06.2018 - 17:43 von Klaus Steffan


Die Regeln waren schnell gelernt. Nun sitzen wir das erste Mal vor unserer Armee und haben keine Ahnung, wie wir sie am besten in die Schlacht führen. 16 Klötze, vor unserer Nase säuberlich aufgereiht. Was tun wir damit?

Um sie möglichst kraftvoll ins Spiel zu bringen, identifizieren wir erst einmal den wichtigsten Teil des Schachbretts.

Mehr im Blog von Conrad Schormann ...

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Perlen vom Bodensee » Den Vogel gezeigt: eine Klatsche für das Wunderkind
Perlen vom Bodensee

19.05.2018 - 13:59 von Klaus Steffan


Nachbetrachtungen zum Bamberg-Open vom Schachblog Perlen vom Bodensee

Nichts ist beim Schach undankbarer, als gegen ein Kind zu spielen. Weil junge Leute viel schneller besser werden, als ihr Rating das reflektieren könnte, sind sie in der Regel deutlich unterbewertet. Was auf dem Papier nach einer lösbaren Aufgabe aussieht, mag sich auf dem Brett als unangenehmer Brocken erweisen, der uns leicht eine Menge Elopunkte kosten kann.

Rechenstark, aber ahnungslos
Es gibt Gegenstrategien. Junge Leute können in der Regel rechnen wie die Teufel, aber sie wissen nichts über Schach. Also legen wir die Partie ruhig an und führen sie in strategische Gewässer, so dass der junge Gegner nichts zu rechnen hat und an seiner Ahnungslosigkeit zugrunde geht.
Der elfjährige Inder Karthik Thrish ist so ein Fall. Im Frühjahr 2018 hat er schon seinen ersten Großmeister besiegt, trotzdem reist er noch mit einer bescheidenen Elo-Zahl von 1.842 von Turnier zu Turnier (in der nächsten Elo-Liste wird er schon über 2.100 haben). Zuletzt spielte er beim Bamberg-Open mit und bekam dort Gelegenheit, sich mit der Creme des deutschen Jugendschachs zu messen.
Einerseits dürfte Roven Vogel nicht begeistert gewesen sein, in der letzten Runde in Bamberg gegen einen derart unterbewerteten Gegner zu spielen. Andererseits ist Vogel als 18-Jähriger erwachsen genug, das fehlende Schachverständnis des vermeintlichen Supertalents auszunutzen.
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Perlen vom Bodensee » Vincents Reifeprüfung
Perlen vom Bodensee

16.05.2018 - 17:14 von Klaus Steffan


Großmeister gegen Internationaler Meister, 20-Jähriger gegen 13-Jähriger, Elo 2.600 gegen 2.400. Nicht nur auf dem Papier, auch auf dem Brett war es ein Klassenunterschied – aber andersherum.

Den Ergebnissen nach war Vincent Keymers Start beim Bamberg-Open mit 3,5/4 in Ordnung, aber in den Partien hatte er den einen oder anderen wackeligen Moment überstehen müssen. Seine Reifeprüfung wartete dann in Runde fünf: Schwarz gegen den nominellen Turnierfavoriten Alexander Donchenko, ein Prestigeduell gegen ein Mitglied der „Prinzengruppe“, die dem deutschen Schach mehrere hoffnungsvolle Jung-Großmeister beschert hat.
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Perlen vom Bodensee » In Bamberg am Brett: die deutschen Schachhoffnungen
Perlen vom Bodensee

06.05.2018 - 09:56 von Klaus Steffan


Ein Vorbericht zum Bamberg-Open - Schachblog >Perlen vom Bodensee<

Im internationalen Vergleich ist das Bamberg-Open sportlich nicht weiter erwähnenswert. Ja, nicht einmal national ragt es heraus, viele andere Turniere sind besser besetzt. Und doch sollten Schachfreunde aus Deutschland ab dem 9. Mai nach Bamberg schauen. Die Hoffnungsträger des deutschen Schachs werden am Start sein, allen voran Vincent Keymer, der nach seinem Sensationssieg beim Grenke-Open nun zeigen muss, dass er unter der Last der auf ihm ruhenden Erwartungen nicht zerbricht.
Vier Tage noch, dann beginnt das Bamberg-Open. Deutsche Schachfreunde sollten genau hinschauen, denn einschließlich Vincent Keymer gehen alle deutschen Nachwuchshoffnungen in Bamberg ans Brett.

Umbruch bei der Nationalmannschaft?
Wenn im September 2018 die Schacholympiade in Batumi (Georgien) beginnt, dann werden für Deutschland bewährte Kräfte am Brett sitzen: Nisipeanu, Blübaum, Meier, Fridman. Eine respektable Truppe allemal, aber kaum ein Medaillenkandidat. Wer weiß, wie sich die Aufstellung der Nationalmannschaft 2022 lesen wird? Womöglich ja Donchenko, Kollars, Keymer, Vogel, Blübaum? Und vielleicht ist dann eine Medaille drin?

Vor dem Anpfiff in Bamberg (und bevor wir die Partien unter die Lupe nehmen) stellen wir die vier Hoffnungsträger im Kurzporträt vor. Und wir entschuldigen uns vorab bei GM Leon Mons und IM Christopher Noe, dass sie hier angesichts ihres fortgeschrittenen Alters von 23 und 22 Jahren nicht vorkommen. Mögen sie das Feld in Bamberg aufmischen, dann ändert sich das ganz schnell!

Vier der heimischen Schachtalente im Kurzporträt



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