DSB
„Spielervereinbarung“: Offener Brief von GM Dr. Robert Hübner
27.11.2019 - 20:32

Seit über sechzig Jahren habe ich an Mannschaftskämpfen in verschiedenen Ländern Europas teilgenommen. Das ging stets ohne Schwierigkeiten. Jetzt zwingt der Deutsche Schachbund als einziger der zahlreichen mir bekannten Verbände in aller Herren Länder diejenigen, welche in der zweiten Bundesliga spielen wollen, eine sogenannte „Spielervereinbarung“ zu unterschreiben; in dem Schriftsatz wird sie des weiteren als „Vertrag“ bezeichnet.

Was ist der eigentliche Zweck dieses neuen, sonst nirgendwo geübten Verfahrens? Nach Durchsicht des Schriftsatzes fällt die Beantwortung der Frage leicht: Den einzelnen Spielern soll die Möglichkeit entzogen werden, jemals seine persönlichen, individuellen Rechte dem Deutschen Schachbund gegenüber geltend machen zu können. Es wird aber das Verhältnis zwischen der Organisation und dem Spieler durch das Bürgerliche Recht geregelt; es bedarf dazu keines „Vertrages“, der einer Seite alle Rechte gibt, der anderen Seite alle Rechte nimmt. Diese Feststellung gilt insbesondere für § 1.3 und § 2 des Textes.
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Klaus Steffan


gedruckt am 10.12.2019 - 23:30
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