Rücktritte und Fragezeichen

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Die Frage, ob das vom DSB-Kongress ausgewürfelte DSB-Präsidium zur Zusammenarbeit findet, ist beantwortet. Zur allgemeinen Überraschung hat Gulsana Barpiyeva, gerade erst gewählte Vizepräsidentin Finanzen, „aus persönlichen Gründen“ ihren Rücktritt erklärt. Über Ralph Alt, Vizepräsident Sport, steht derweil ein Fragezeichen. Alt ist neben seiner Vizepräsidentschaft auch der Anti-Cheating-Chef des Schachbunds, eine Konstellation, die die Satzung nicht erlaubt.

Die beiden drängenden Defizite des organisierten Schachs sind Lesern dieser Seite nicht neu, sie bedingen einander: Während die besten Köpfe des Schachs sich beim Verband nicht einbringen wollen, fehlt diesem Verband eine von den Kriegen der Krause-Fenner-Ära unberührte Integrationsfigur, hinter der sich Schachverwalter von beiden Seiten des Grabens versammeln könnten.

Ullrich Krause regiert beim DSB mit knapper Mehrheit in erster Linie deswegen weiter, weil sich keine veritable Alternative offenbart hat. Jetzt gibt es erstmals noch eine zweite eigenständige Schachorganisation, bei der es ähnlich knapp und womöglich noch polarisierter zugeht. „131:129“ steht stellvertretend für eine Reihe von Abstimmungsergebnissen unlängst bei der Versammlung des DSJ e.V., unter anderem für die Wahl des neuen Vorsitzenden, die Niklas Rickmann mit eben diesen 131:129 gegen Malte Ibs gewann.

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