Oberfränkische Schachtage 2021 – auch Ersatztermin abgesagt

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In den Reigen der Absagen von Festen und Veranstaltungen reihen sich nun auch die oberfränkischen Schachtage ein. Für den zu Pfingsten geplanten Ausweichtermin wird es keine Ausschreibung geben. Als der erweiterte Vorstand im Januar entschied, die Schachtage in Schney diesmal Ende Mai auszutragen, war die Hoffnung groß, dass es damit klappen würde. Nun befasste sich das Gremium Mitte März erneut mit der Situation – und sprach mehrheitlich die Empfehlung aus, die oberfränkische Meisterschaft abzusagen. Dieser Empfehlung folgte schließlich die Bezirksspielleitung schweren Herzens. Es bestehen schlicht zu viele Fragezeichen rund um die Ausrichtung. Eine große Hürde stellt nach Überzeugung der Verantwortlichen der Inzidenzwert im Landkreis Lichtenfels dar. Aktueller Stand (30. März): 172. Solange sich der Wert über 100 bewegt, sind überhaupt keine Öffnungsschritte in Aussicht. Schon gar nicht für die Sportausübung in Innenräumen. Selbst bei einer Inzidenz unter 100 wäre eine Meisterschaft wohl nur unter strengsten Hygieneauflagen (Maske am Brett, ausreichend Abstand zwischen den gegnerischen Spielern, womöglich Schnelltests usw.) genehmigt worden. Die Entscheidung für die Absage fiel auch in Abstimmung mit der Franken-Akademie Schloss Schney. Dort hätte für die Schachtage wieder Restaurant- und Übernachtungsbetrieb erlaubt sein müssen. Es hätten diesmal nur die Erwachsenen in Schney gespielt, weil parallel zu Pfingsten (nach wie vor) die bayerischen Jugendmeisterschaften in Bad Kissingen geplant sind. Für Schney hätte dies auch bedeutet bei einer erwarteten Teilnehmerzahl von 40: Alle Spieler müssten dort essen und nach Möglichkeit auch übernachten, damit sich für die Akademie die Öffnung zur Meisterschaft auch rentiert. Die Blicke aus dem Bezirksverband gehen in diesem Jahr dennoch nach Schney: Als ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr “100 Jahre Schachbezirk Oberfranken” sollen vom 22. bis 28. August die bayerischen Meisterschaften auf Schloss Schney über die Bretter gehen. Da bis dahin noch fünf Monate ins Land gehen, sind die Oberfranken – wie auch die Veranstalter vom Bayerischen Schachbund – optimistisch, dass die Titelkämpfe der Frauen und Männer stattfinden können. Und dann ist es auch nicht mehr allzu weit bis zum Jahreswechsel: Vom 3. bis 6. Januar 2022 wird es die oberfränkischen Schachtage wieder in altbewährter Form geben.

Jan Fischer – BVO Referent für Öffentlichkeitsarbeit

Quelle: BVO-Webseite