Ein kleine Sport-Geschichte „Schach“ während der Corona Krise

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Der ASV Martinszell sieht in der Krise eine Chance

Derzeit haben es Sportler und Sportvereine nicht leicht. Durch Corona kommt alles durcheinander. Profis und Amateure sind gleichermaßen betroffen.

Die Schachabteilung des ASV Martinszell stemmt sich gegen den Verlust von Trainingszeiten und Spielabenden, bei den Erwachsenen, den Damen und den Jugendlichen.

Derzeit wird am PC, Laptop, Tablett oder Handy Schach gespielt und trainiert. Abteilungsleiter Vladimir Stepanek ist überzeugt, so über die Krise zukommen. Die Schachabteilung hat bereits zwei Schachturniere online ausgetragen.

Bei der ersten Martinszeller Schnellschach Meisterschaft konnte überraschend Franz Wenz vor dem punktgleichen Jan Weber gewinnen. Beide holten 5,5 Punkte. Platz 3 ging an Kerstin Billing mit 4 Punkten.

Bei der ersten Martinzeller Schnellschach Open waren gleich mehr Teilnehmer am Start und die Partien im Netz sehr spannend.

Hier konnte Florian Süß (SC Schwabmünchen) mit 6 Punkten gewinnen. Punktgleich mit je 5 Punkten holte Pascal Thielke

(SF Bad Grönenbach) Silber und Wolfgang Max Schmitt (ASV) Bronze.

Nun steht das nächste Turnier schon kurz vor dem Start. Anfang Mai können Teilnehmer aus ganz Deutschland beim

„Martinszeller Sommerkönig“ um Punkte, Plätze und der Sieger um einen Wanderpokal kämpfen. Das Turnier ist beim Deutschen Schachbund ausgeschrieben und läuft bei www.Schacharena.de

Für die Mitglieder der Schachabteilung hat sich Fabian Eder verdient gemacht. Er hat die Möglichkeiten geschaffen, elektronisch mit persönlichem Trainer am PC zu trainieren, zu spielen, zu analysieren. Videoausbildung, Videofilme und als Zuschauer bei Live Partien dabei sein: Ein solches Angebot ist in einem Schachclub in Schwaben derzeit wohl einmalig.

Der ASV Martinszell gehört mit 20 Mitgliedern zu den kleinen Schachclubs. Dass die Krise genau im Jahr des 10-jährigen Vereinsjubiläum zuschlägt ist unerfreulich, aber ein große Chance für den Schachsport in Martinszell.

Elektronisch Schachspielen ist toll, findet Stepanek, doch das Spielen Mensch gegen Mensch mit persönlichem Kontakt fehlt einfach. Er steht in dieser Saison im Dähne Pokal in Südschwaben im Finale, trifft dort auf seinen Vereinskollegen Wolfgang Max Schmitt. Wann gespielt wird weiß keiner. Wahrscheinlich erst, wenn alle wieder spielen in allen Sportarten und alle gesund bleiben. (rekö)

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